Ein Manifest für die Schule der Zukunft










Workshop mit Jugendlichen
im Rahmen von "Schools of Tomorrow"
13. und 14. Juni 2018
Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Wie entscheiden wir gemeinsam, wie die Schule von Morgen sein kann? Aus vier Fragen entsteht ein Manifest!

Wir lernen durchschnittlich 10.000 Stunden unseres Lebens in einem 9 x 7 x 3 Meter großen Raum. Bis heute hat sich das Format eines Klassenzimmers trotz aller Zeiten des Umbruchs seit über 100 Jahren kaum verändert. Kann hingegen in 3 x 90 Minuten mit 3 x 20 Schüler*innen aus 4 Fragen 1 Manifest über die Schule von Morgen entstehen?

Im Rahmen von „Schools of Tomorrow“ wurde im Haus der Kulturen der Welt in Berlin ein 12 Punkte-Manifest veröffentlicht und 1 Hymne uraufgeführt. Das Ziel dieses Workshops war die Meinungsfindung bzw. die Reduktion von vielen Meinungen zu einem Gruppenkonsens und zu vermitteln, dass vielfältige Prozesse, entsprechende Raumformen brauchen. Wir entscheiden alle, wie wir was entscheiden!




ENTSCHEIDUNGSPROZESSE
Nach der Schneeballmethode wurde der Entscheidungsprozess gestaltet. Die Schüler*innen suchten jeweils zu einer der Fragen zum Manifest vier Antworten. Pro Frage wurden eine 5er-Expertengruppe gebildet, die aus den gesammelten Antworten fünf auswählten und der ganzen Klasse, dem Plenum, zur Abstimmung vorstellten. 1 Antwort wurde pro Klasse ins Manifest aufgenommen. 

SICHTBARMACHUNG WERKZEUGE
Um dieser Methode eine strukturierte Sichtbarkeit zu geben, waren an zwanzig Stühlen ein langer Rundstab mit jeweils einer Frage auf einem kreisförmigen Schild befestigt. An dem Rundstab wurde die Sammlung und Auswahl mit jedem Schritt sichtbar befestigt. Die einzelnen Antworten der Schüler*innen standen auf Notizzetteln, die Auswahl der Expertengruppe auf Bierdeckeln und das Plenumsergebnis für das Manifest auf großen kreisförmigen Schildern.

SICHTBARMACHUNG RAUMFORMATE
Mit jedem Arbeitsschritt veränderten wir gleichzeitig auch das Raumformat, die Positionierung der Stühle. In der ersten Runde der Antwortensammlung konnten die Schüler*innen sich für diese Einzelarbeit eine Stuhlposition im Raum frei wählen. Für die Expertenrunde wurden Gruppenpositionen und für das Plenum eine Halbkreisform aus den Stühlen gebildet. Um das Manifest im HKW zu veröffentlichen, entstanden unterschiedliche Ausstellungsformate, durch linerare, versetzte oder kreisförmige Aufstellung der Displaystühle.